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Lernen mit neuen Medien eröffnet neue Welten

Neue Medien gehören in Schweizer Schulen zum Standard und auch bei uns im Vivala ist das digitale Zeitalter ein Teil des Alltags geworden. Mit einer Pilotgruppe bestehend aus sechs Kindern wurden verschiedene Programme getestet. In kleinen Klassen vermitteln wir den Schülerinnen und Schülern in allen Lebensbereichen grundlegende und vielfältige Kompetenzen, unter anderem auch mit elektronischen Hilfsmitteln.

Erfolg mit neuen Medien
Rechnen und Lesen ist für die meisten von uns eine Selbstverständlichkeit. Ohne diese Fähigkeiten können wir unseren Alltag kaum meistern. Vivala hat das Thema Lernen mit neuen Medien aufgegriffen, denn diese emöglichen vielseitige Lernwege und Partizipation am gesellschaftlichen Leben. Drei Kinder arbeiteten mit dem Computer, drei mit dem iPad. In den letzten zwei Jahren haben wir die Funktionalität überprüft und gelernt, wo individuelle Anpassungen notwendig sind, damit die Programme unseren Bedürfnissen entsprechen. Danach ging es an die Anpassung und teilweise Umprogrammierung. Ziel war es, die Lernprogramme universell einsetzbar zu machen und, wo nötig, für einzelne Personen zu individualisieren. Für die Kinder der Pilotgruppe war das Lernen mit neuen Medien am Anfang eine Herausforderung. Der Umgang mit Tastern, Joysticks und Touch Screens will geübt werden. Und auch das Einfinden in neue Lernwege braucht Zeit. Die Motivation und die Freude waren immer gross und die Erfolge für alle sehr positiv. Wir sind weit gekommen! Die Lernprogramme können ab Schulbeginn im Sommer 2018 auch ausserhalb der Pilotgruppe in unseren Klassen eingesetzt werden. Ab dem kommenden Jahr sollen zudem in allen Klassen auf die Bedürfnisse der einzelnen Schülerinnen und Schüler abgestimmte Programme und benutzergerechte, selbst modifizierte Hardware zum Einsatz kommen.

Am Puls der Zeit
Seit Kurzem gibt es im Vivala eine «iScout»-Verantwortliche. Diese hat sich in den Bereichen Medienbildung und Informatik weitergebildet und ist Anlaufstelle für den ganzen Schulbereich. Sie macht Vorschläge für weitere passende Programme, informiert sich über Neuerungen im IT-Bereich, trägt diese intern weiter und assistiert den Lehrpersonen bei Fragen rund um die Anwendungen.

Aha!
Wenn Susanne das Apfel-Bild anklickt, reagiert der Computer sofort. Er stellt das Wort schriftlich dar und Susanne kann nun jeden Buchstaben einzeln mit einem Joystick anwählen, ihn sich vorlesen lassen und nachsprechen und alle Buchstaben in die richtige Reihenfolge bringen. Peter hingegen nutzt das Programm am liebsten mit dem Taster. Dieser macht die Bedienung auch für Menschen mit eingeschränkter Bewegung möglich. Andere steuern die Lernprogramme via den klassischen Touch Screen. Die Bandbreite an Lernthemen ist gross. Alles, was grafisch darstellbar ist und eine Auswahl zulässt, eignet sich. Marco kann dank grafischen Darstellungen seinen Tagesablauf verstehen und bekommt dadurch Struktur in den Alltag. Auch Rechnen lässt sich auf vielfältige und alltagstaugliche Weise üben: Einen Einkaufszettel zusammenstellen, Produktepreise addieren, das Budget im Blick behalten. Eines haben alle Programme gemeinsam, sie sollen Kindern das selbständige Lernen ermöglichen. Das gelingt durch eine leicht verständliche Oberfläche und drei einfache Bedienungsvarianten: Taster, Joystick und Touch Screen.

Überraschende Effekte
Im Rahmen vom Arbeiten mit den Lernprogrammen hat eines der Kinder eine grosse Kompetenz im Umgang mit dem Joystick erworben. Deshalb bekommt es schon bald einen elektrischen Rollstuhl, den es selbständig mittels Joysticks bedienen kann. Ein fremdsprachiger Schüler verbindet seinen kleinen Computer mit einem Touch Screen. Diesen kann er mit einer Hand bedienen. Er nutzt eine Software mit speziellen Wort- und Grammatikstrukturen, um Deutsch zu lernen und sein Vokabular zu erweitern. Damit kann er autonom lernen. Seine Fähigkeiten in der Bedienung des Mini-Computers hat er weiterentwickelt und macht nun Eingaben auch über die Tastatur.

Vision
Die Computerprogramme lassen sich mittels Relais an externe Geräte anschliessen, beispielsweise an eine Kaffeemaschine mit einer automatisierten Kasse. Das befähigt Kinder, bei einem Vivala-Event selbständig Produkte zu verkaufen. Wenn Gäste ein Getränk und einen Snack bestellen, wählt das Kind die passenden Symbole oder Bilder an, der Preis wird automatisch berechnet. Der Gast legt das Geld in die Kasse, die selbständig das Rückgeld ausgibt.

Kluge Köpfe sparen Kosten
Die Taster (Steuerelemente für unsere Lernprogramme) sind teure Einzelanfertigungen. Ihre Funktionen sind jedoch nicht ausreichend für den Einsatz im Vivala. Andreas Illenberger, Initiant des Projekts Lernen mit neuen Medien, hat sich schlaugemacht und baute zusammen mit einem Schüler der Austrittsklasse die Steuerelemente selber. Dies ist um ein Vielfaches günstiger. Die Geräte können in alle möglichen Gehäuse integriert werden, auch in einen Spielzeugtraktor oder in Legosteine.